Lexikon
Auszeit
Eine Auszeit ist eine kurze, angekündigte Unterbrechung, in der sich ein Kind oder ein Erwachsener aus einer angespannten Situation löst, um sich wieder zu beruhigen.

Eine Auszeit ist eine kurze, vereinbarte Unterbrechung aus einer angespannten Situation. Ein Kind oder ein Erwachsener zieht sich an einen ruhigen Ort zurück, bis die Gefühle sich beruhigt haben. Die Auszeit dient der Regulation von Gefühlen. Sie ist kein Strafinstrument, wenn sie angekündigt, begleitet und zeitlich begrenzt ist. Eine Faustregel für die Dauer lautet, dass sie kurz bleibt und danach beginnt ein Neuanfang. Die Familie bespricht das Vorgehen vorher, damit es nicht überraschend kommt.
Wodurch unterscheidet sich eine Auszeit von einer Strafe?
Eine Strafe setzt einen Verlust oder eine Sanktion für ein Verhalten ein. Eine Auszeit dagegen gibt Zeit zum Abkühlen, damit das Kind wieder handlungsfähig wird. Im Vordergrund steht die Beruhigung, nicht die Bestrafung. Der Unterschied zeigt sich im Ablauf. Eine Auszeit wird vorher angekündigt, hat einen festen Ort und endet mit einem Gespräch oder einer Umarmung. Eine Strafe bleibt oft ohne Abschluss. Die Auszeit lässt dem Kind die Möglichkeit, sich selbst wieder zu finden, und stärkt damit die Gefühlsregulation.
Welches Beispiel zeigt eine Auszeit im Familienalltag?
Ein Kind im Grundschulalter schreit die Geschwister an, weil ein Spiel nicht nach seinen Wünschen verläuft. Die Mutter sagt ruhig, dass eine Auszeit beginnt, und das Kind setzt sich für wenige Minuten auf einen Stuhl im Flur. Die Zeit wird mit einer Sanduhr gemessen, die das Kind selbst gewählt hat. Danach kommt das Kind zurück und erzählt, was ihn geärgert hat. Der Fall zeigt, wie eine feste Struktur die Situation entschärft. Die Auszeit endet mit einem Gespräch, nicht mit einer Strafe. Dieses Beispiel ist ein typischer Fall und keine Erhebung.
Welche Begriffe gehören zur Auszeit?
- Abkühlphase: die Zeit, in der sich Gefühle ohne weitere Reize beruhigen
- Rückzugsort: der feste, ruhige Platz für die Unterbrechung
- Ankündigung: der vorherige Hinweis auf den Beginn der Auszeit
- Neuanfang: der Moment, in dem Kind und Eltern wieder miteinander sprechen
- Sanduhr: das sichtbare Hilfsmittel, das die Dauer der Auszeit begrenzt
- Gefühlsregulation: die Fähigkeit, Ärger oder Traurigkeit zu beruhigen
Häufige Fragen zu Auszeit
Ab welchem Alter eignet sich eine Auszeit?
Kleine Kinder können eine kurze Auszeit mit Begleitung nutzen. Ältere Kinder lassen sich die Auszeit selbst einteilen, wenn die Regeln vorher gemeinsam besprochen wurden.
Wie lange dauert eine Auszeit?
Die Auszeit bleibt kurz und wird auf die Entwicklung des Kindes abgestimmt. Entscheidend ist, dass das Kind danach wieder ansprechbar ist und ein Gespräch möglich wird.
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Diese Seite bietet allgemeine Informationen zu Erziehung und ersetzt keinen psychologischen oder pädagogischen Rat. Bei anhaltenden Konflikten im Familienalltag wenden Sie sich an eine Erziehungsberatungsstelle.
Häufige Fragen
Ab welchem Alter eignet sich eine Auszeit?
Kleine Kinder können eine kurze Auszeit mit Begleitung nutzen. Ältere Kinder lassen sich die Auszeit selbst einteilen, wenn die Regeln vorher gemeinsam besprochen wurden.
Wie lange dauert eine Auszeit?
Die Auszeit bleibt kurz und wird auf die Entwicklung des Kindes abgestimmt. Entscheidend ist, dass das Kind danach wieder ansprechbar ist und ein Gespräch möglich wird.
Allgemeine Informationen zu Erziehung und Familienalltag, kein Ersatz für ärztlichen, psychologischen oder pädagogischen Rat. Bei Sorgen um die Entwicklung Ihres Kindes wenden Sie sich an Kinder- und Jugendärztin oder -arzt oder an eine Beratungsstelle.